Google sagt in der eigenen Dokumentation, dass es llms.txt nicht verwendet. Der wichtigste Satz zu diesem Thema steht nicht in einem Blogartikel, sondern in Googles Leitfaden zur Optimierung für generative KI-Funktionen in der Suche, zuletzt aktualisiert am 10. Juli 2026. Er lautet wörtlich: „Sie müssen neue maschinenlesbare Dateien, KI-Textdateien oder spezielles Markup nicht erstellen. Google Search verwendet diese nicht."
Das ist keine Andeutung und keine Interpretation. Es ist der Betreiber der meistgenutzten Suchmaschine, der über seine eigenen generativen Funktionen schreibt, dass Dateien dieser Art bei ihm nicht ausgewertet werden. Wer llms.txt als „den neuen Standard für KI-Sichtbarkeit" verkauft bekommt, sollte diesen Satz kennen, bevor er ein Budget dafür freigibt.
Und trotzdem raten wir dazu, die Datei zu bauen. Nicht weil wir hoffen, dass Google seine Meinung ändert, sondern weil der Nutzen der Datei woanders liegt, als die Marktkommunikation behauptet. Eine llms.txt kostet eine Stunde Arbeit. Sie schadet nachweislich nichts, das steht im selben Google-Dokument. Und die Arbeit, die dabei anfällt, zwingt Sie zu einer Entscheidung, die Sie sonst gerne aufschieben: Welche zwölf bis dreißig Seiten Ihres Auftritts tragen eigentlich Ihre Substanz? Der Rest dieses Textes erklärt beides. Was die Datei ist und wie sie aufgebaut sein muss, und warum wir sie trotz der Quellenlage empfehlen.
Was llms.txt ist und wer sie vorgeschlagen hat
Die llms.txt geht auf Jeremy Howard zurück. Die erste Fassung des Vorschlags erschien am 3. September 2024. Die derzeit gültige Fassung ist v2, überarbeitet am 10. August 2026 (Quelle: llmstxt.org, abgerufen 06.09.2026). Die Idee dahinter ist schnell erzählt: Eine Textdatei im Wurzelverzeichnis einer Domain, geschrieben in Markdown, die einem Sprachmodell in kompakter Form sagt, worum es auf dieser Website geht und welche Seiten die wichtigsten sind. Statt hundert Seiten zu crawlen, liest ein System eine Seite mit kuratierten Verweisen.
Entscheidend ist der Status dieses Vorschlags. Auf llmstxt.org trägt er den Titel „A proposal to standardise" — ein Vorschlag, etwas zu standardisieren. Kein RFC, kein verabschiedeter Standard, kein Konsortium dahinter (Quelle: llmstxt.org, abgerufen 06.09.2026). Es ist ein gut durchdachter Community-Vorschlag von einer angesehenen Person, und das ist etwas anderes als eine Spezifikation, an die sich Anbieter halten.
Warum der Unterschied hier zählt: Bei einem Standard folgt aus der Existenz der Datei eine Erwartung. Wer ein Sitemap-Protokoll bedient, weiß, wer es liest und was damit passiert. Bei einem Vorschlag folgt daraus zunächst nichts. Die Datei existiert, sie ist korrekt formatiert, und ob ein System sie abruft, hängt allein davon ab, ob dieses System sich entschieden hat, sie abzurufen. Genau an dieser Stelle rutscht ein großer Teil der Ratgebertexte ab. Sie beschreiben die Spezifikation korrekt und ziehen daraus einen Schluss über Wirkung, der in der Spezifikation nicht steht. Die Regeln einer Datei sagen nichts darüber, wer sie liest.
Wie die Datei aufgebaut sein muss
Die Spezifikation schreibt eine Reihenfolge vor. Diese fünf Elemente, in genau dieser Abfolge (Quelle: llmstxt.org, abgerufen 06.09.2026):
Ein optionales Byte-Order-Mark am Dateianfang.
Eine H1 mit dem Projektnamen. Das ist der einzige Teil, der erforderlich ist.
Ein Blockzitat mit einer Kurzzusammenfassung des Projekts.
Null oder mehr Markdown-Abschnitte ohne Überschrift, in denen weitere Angaben stehen können.
H2-Abschnitte, die als Dateilisten mit Links dienen.
Der fünfte Punkt ist der, an dem in der Praxis die meisten Dateien auseinanderfallen, deshalb steht die Formulierung der Spezifikation hier wörtlich: „Each 'file list' is a markdown list, containing a required markdown hyperlink name, then optionally a ':' and notes about the file."
Ein Listenpunkt besteht also aus einem Markdown-Link, der Pflicht ist, und optional einem Doppelpunkt mit einer Notiz dahinter. Keine reine URL ohne Linktext. Keine Aufzählung ohne Link. Kein Fließtext, der Seiten erwähnt. Die Konvention sieht außerdem einen Abschnitt mit der Überschrift „Optional" vor, in den Nachrangiges gehört, das ein System bei knappem Kontext weglassen kann.
So sieht das im Zusammenhang aus, hier für eine erfundene Beispielfirma:
# Nordlicht Fenstertechnik GmbH
> Hersteller und Monteur von Holz-Aluminium-Fenstern für Altbausanierungen
> in Norddeutschland. Eigene Fertigung in Lübeck, Montage im Umkreis von
> 150 Kilometern. Gegründet 1998.
Diese Datei verweist auf die inhaltlich tragenden Seiten von nordlicht-fenster.de.
Stand: 06.09.2026.
## Wissen und Grundlagen
- [Holz-Alu-Fenster im Altbau](https://nordlicht-fenster.de/wissen/holz-alu-altbau): Aufbau, Dämmwerte und die typischen Anschlussprobleme bei Bestandsmauerwerk
- [Denkmalschutz und Fenstertausch](https://nordlicht-fenster.de/wissen/denkmalschutz): Was Genehmigungsbehörden in Schleswig-Holstein üblicherweise verlangen
## Leistungen
- [Fenstermontage](https://nordlicht-fenster.de/leistungen/montage): Aufmaß, Einbau nach RAL, Abdichtung
- [Aufmaßservice](https://nordlicht-fenster.de/leistungen/aufmass)
## Optional
- [Über uns](https://nordlicht-fenster.de/ueber-uns)
- [Stellenangebote](https://nordlicht-fenster.de/karriere)
Mehr Regeln gibt es nicht. Die Datei liegt unter der Adresse /llms.txt im Wurzelverzeichnis, sie wird als Text ausgeliefert, und ihre Länge bestimmen Sie über die Zahl der Verweise.

Was Google dazu sagt und was Google stattdessen empfiehlt
Zurück zur Ausgangslage, diesmal mit dem, was danach kommt. Google schreibt: „Sie müssen neue maschinenlesbare Dateien, KI-Textdateien oder spezielles Markup nicht erstellen. Google Search verwendet diese nicht." (Quelle: Google Search Central, Leitfaden zur Optimierung für generative KI-Funktionen, zuletzt aktualisiert 10.07.2026, abgerufen 06.09.2026).
Im selben Dokument steht, was Google empfiehlt. In der Reihenfolge des Dokuments sind das fünf Punkte:
SEO-Grundlagen anwenden, weil die generativen Funktionen auf den bestehenden Kern-Ranking- und Qualitätssystemen aufsetzen.
Inhalte mit eigener Perspektive schreiben statt vorhandene Aussagen zu wiederholen.
Die technische Auffindbarkeit sicherstellen.
Lokale Angaben und das Unternehmensprofil pflegen.
Mit der Search Console messen.
Diese Liste ist keine Randnotiz. Sie ist eine Absage an die Idee, dass es für KI-Systeme eine eigene Pflegeebene braucht. Google beschreibt hier nichts, was speziell für generative Antworten gemacht wäre. Es beschreibt die Arbeit, die eine Website ohnehin auffindbar macht, und sagt sinngemäß: dieselben Systeme, dieselben Signale, kein Sonderweg. Wer erwartet hat, dass ein neues Antwortformat auch ein neues Dateiformat mitbringt, bekommt hier die gegenteilige Auskunft.
Für die Praxis heißt das, dass die Reihenfolge der Arbeit anders aussieht, als der Markt sie verkauft. Erst die Grundlagen, dann alles Weitere. Wir haben das an anderer Stelle ausführlich mit eigenen Messdaten belegt, nachzulesen in GEO vs. SEO. Und was hinter dem Begriff steckt, den wir dabei verwenden, steht in unserer Erklärung zu GEO.
Was wir nicht wissen
Bei den übrigen großen Anbietern liegt der Fall anders als bei Google, und das ist wichtig für die Einordnung. Wir haben am 06.09.2026 die Betreiberdokumentationen von OpenAI, Anthropic, Perplexity und Microsoft daraufhin geprüft, ob dort steht, dass llms.txt ausgewertet wird. Wir haben keine Bestätigung gefunden.
Diese Formulierung ist mit Absicht so gewählt. „Nicht gefunden" heißt nicht „nutzen es nicht". Es heißt, dass wir zu einem bestimmten Datum in den öffentlich zugänglichen Dokumentationen nachgesehen und dort keine Aussage dazu entdeckt haben. Möglich ist alles Weitere: dass eine Auswertung stattfindet und nicht dokumentiert ist. Dass sie in einem Teilsystem läuft. Dass sie geplant ist. Dass die Dokumentation an einer Stelle liegt, die wir übersehen haben.
Wir nehmen diesen Unterschied ernst, weil er über die Belastbarkeit einer Empfehlung entscheidet. Bei Google können wir eine harte Aussage treffen, weil sie wörtlich dokumentiert ist. Bei den anderen können wir es nicht, und dann sagen wir es so. Ein Text, der aus einem fehlenden Beleg eine Tatsachenbehauptung macht, ist genauso unzuverlässig wie einer, der eine Wirkung verspricht. In beide Richtungen.
Warum wir die Datei trotzdem empfehlen
Drei Gründe, und keiner davon ist ein Wirkungsversprechen.
Der erste ist der einfachste. Die Datei kostet eine Stunde, wenn Ihre Seitenstruktur halbwegs sortiert ist, und sie schadet nichts. Das ist nicht unsere Einschätzung, sondern folgt aus Googles eigener Formulierung: Sie müssen solche Dateien nicht erstellen, Google verwendet sie nicht. Kein Nachteil, kein Rankingrisiko, keine Nebenwirkung. Ein Aufwand in dieser Größenordnung braucht keine Businesscase-Rechnung.
Der zweite ist der eigentliche Ertrag. Wer eine llms.txt schreibt, muss entscheiden, welche zwölf bis dreißig Seiten seine Substanz tragen. Das ist eine unangenehme Übung, weil dabei zwei Dinge sichtbar werden. Erstens Seiten, die seit Jahren im Menü stehen und in dieser Liste nichts verloren haben. Zweitens Lücken: Themen, zu denen Ihnen beim Sortieren keine Seite einfällt, obwohl Ihre Kunden danach fragen. Beides wirkt direkt auf die interne Verlinkung und auf die Frage, welche Seite welche Rolle im Angebot spielt. Diese Arbeit hat mit KI wenig zu tun, sie zahlt sich aber unabhängig davon aus, wer die Datei liest. Wie eng das mit klassischer Suchmaschinenarbeit zusammenhängt, steht in unserer Erklärung zu SEO.
Der dritte Grund wird selten genannt und ist der belastbarste. Für Systeme, die Sie selbst kontrollieren, ist die Datei sofort nützlich. Ein interner Assistent, der Mitarbeiterfragen beantwortet, braucht eine kuratierte Einstiegsliste. Ein Partner, der Ihre Inhalte in sein System einbindet, ebenso. Wer eigene Werkzeuge auf Basis von Sprachmodellen baut, hat mit einer llms.txt eine gepflegte, maschinenlesbare Übersicht der eigenen Inhalte, die nicht davon abhängt, ob ein externer Anbieter sie auswertet.
Die Formel für den Umgang mit dieser Datei lautet deshalb: Bauen Sie sie, aber aus dem richtigen Grund.
Die Anleitung in sechs Schritten
Für die Datei brauchen Sie kein Werkzeug, sondern eine Entscheidung darüber, was auf Ihrer Website zählt. Sechs Schritte, etwa eine Stunde.
Schritt 1: Seiten auswählen. Öffnen Sie Ihre Sitemap und streichen Sie alles, was Sie nicht ohne Zögern jemandem vorlegen würden, der Ihr Unternehmen zum ersten Mal einschätzt. Was übrig bleibt, sind meist zwölf bis dreißig Seiten: Ihre Leistungen, Ihre Grundlagenseiten, Ihre Belege, Ihre Kontaktwege. Alles andere fliegt raus. Genau hier liegt der Ertrag der Übung, und nicht in der Datei. Wenn Sie beim Streichen merken, dass zu Ihrem wichtigsten Thema nur eine dünne Landingpage existiert oder dass drei Seiten dasselbe zur Hälfte erklären, haben Sie ein Ergebnis, das unabhängig von jeder KI-Auswertung etwas wert ist. Notieren Sie diese Lücken mit. Sie sind Ihre Redaktionsliste für das nächste Quartal.
Schritt 2: Kurzbeschreibung schreiben. Danach kommt das Blockzitat, also die Zeile mit dem vorangestellten >. Ein bis drei Sätze, mehr nicht. Sie beantworten zwei Fragen: Was tut Ihr Unternehmen, und für wen. Schreiben Sie konkret, was Sie liefern, und nennen Sie den Markt, in dem Sie arbeiten. Verzichten Sie auf Superlative und auf Sätze, die für jedes zweite Unternehmen Ihrer Branche genauso gelten. Ein guter Test: Streichen Sie Ihren Firmennamen und geben Sie den Text jemandem aus Ihrem Team. Wenn er nicht erraten kann, dass es um Sie geht, ist die Beschreibung austauschbar. Diese drei Sätze sind der einzige Teil der Datei, in dem Sie in eigenen Worten erklären, wer Sie sind. Nehmen Sie sich dafür länger als für den Rest.
Schritt 3: Identität ergänzen. Unter das Blockzitat gehört ein kurzer Absatz ohne Überschrift mit den Angaben, die Ihr Unternehmen eindeutig machen: Firmierung inklusive Rechtsform, vollständige Anschrift, Telefonnummer und E-Mail, die Namen der Geschäftsführung, Handelsregisternummer und Registergericht. Dazu eine Zeile mit dem Stand der Datei im Format Jahr-Monat-Tag. Das ist kein Impressum-Ersatz, sondern eine Sammlung der Angaben, die ohnehin öffentlich auf Ihrer Website stehen. Wer Ihre Datei liest, soll Ihr Unternehmen von gleichnamigen Firmen unterscheiden können und nicht auf drei weitere Seiten klicken müssen, um die Anschrift zu finden. Anschrift und Handelsregisternummer gehören hier hinein, weil ein Firmenname allein oft nicht eindeutig ist. Eine Registernummer lässt sich dagegen gegen ein öffentliches Register prüfen, statt dass man dem Anbieter einfach glauben muss. Die Spezifikation lässt für diesen Absatz ausdrücklich Raum vor dem ersten H2-Abschnitt.
Schritt 4: Abschnitte bilden. Eine Liste mit dreißig Links hintereinander ist eine Sitemap mit anderen Zeichen. Gruppieren Sie stattdessen nach dem, was die Seiten leisten. Vier bis sechs Gruppen reichen fast immer, etwa Wissen und Grundlagen, Leistungen, Branchen, Belege und Referenzen sowie ein Abschnitt „Optional". Jede Gruppe bekommt eine H2, jede Gruppe sollte für sich verständlich sein, ohne dass jemand die Überschrift darüber gelesen hat. Der Abschnitt „Optional" ist eine Konvention der Spezifikation und nimmt auf, was nachrangig ist: Jobs, Impressum, Datenschutz. Wer die Gruppen sauber zieht, sieht nebenbei, ob die Navigation der eigenen Website derselben Logik folgt. Häufig tut sie das nicht. Wie wir die Themen dahinter sortieren, steht auf unserer Seite zu Generative Engine Optimization.
Schritt 5: Je Link eine Notiz. Hinter jeden Link kommt ein Doppelpunkt und ein Satz darüber, was auf der Seite tatsächlich steht. Nicht, was sie verspricht. Nicht, worum es „geht". Was drinsteht. Aus „SEO Agentur" wird so „Content und technische Suchmaschinenoptimierung", aus einer Übersichtsseite mit Kundenprojekten wird zum Beispiel „Dokumentierte Projekte mit Ausgangslage, Vorgehen und Ergebnis". Die Notiz ist der Teil, den kein Crawler aus dem Linktext ableiten kann, und sie ist der Grund, warum die Datei mehr ist als eine Linkliste. Bei Seiten, deren Titel schon alles sagt, dürfen Sie die Notiz weglassen. Zwei Drittel Ihrer Einträge sollten trotzdem eine haben.
Schritt 6: Ablegen und prüfen. Die Datei heißt llms.txt und liegt im Wurzelverzeichnis, erreichbar unter ihredomain.de/llms.txt. Kein Unterordner, keine Variante mit Bindestrich. Danach prüfen Sie drei Dinge im Browser oder per curl -I: Der Statuscode ist 200 und nicht 301 oder 404. Der Content-Type lautet text/plain oder text/markdown, nicht text/html. Und der Inhalt erscheint als Rohtext, nicht in Ihr Website-Template eingebettet. Viele Systeme rendern Dateien mit der Endung .txt klaglos als Seite, und dann steht Ihre Markdown-Struktur mitten in einem Layout. Zum Schluss rufen Sie jeden Link einmal auf.

Ein Beispiel für die eigene Datei
So könnte der Kopf einer eigenen Datei aussehen, hier am Beispiel dieser Website:
# Mindhaus Consulting
> Marketing- und GEO-Agentur für Unternehmen im deutschsprachigen Raum.
> Wir arbeiten daran, dass Unternehmen in KI-Antworten vorkommen und in
> der Google-Suche gefunden werden. Schwerpunkte: Google Ads, Meta- und
> LinkedIn-Ads, SEO, GEO, Social Media, Kunden- und Mitarbeitergewinnung
> sowie KI-Automation.
[Es folgt der Identitätsblock mit Firmierung, Anschrift, Geschäftsführung,
Handelsregister und Datum, wie in Schritt 3 beschrieben.]
## Wissen und Grundlagen
- [Was ist GEO?](https://www.mindhaus-consulting.com/wissen/was-ist-geo): Generative Engine Optimization erklärt — wie KI-Antworten entstehen, woran man Sichtbarkeit misst, was sich gegenüber SEO ändert.
## Leistungen
- [GEO-Leistungen](https://www.mindhaus-consulting.com/leistungen/geo): Aufbau und Betreuung von Sichtbarkeit in KI-Antworten.
## Preise
- [GEO-Kosten](https://www.mindhaus-consulting.com/wissen/geo-kosten): Übersicht der Preismodelle und was die Arbeit kostet.
## Optional
- [Kontakt](https://www.mindhaus-consulting.com/kontakt)
Zu den Entscheidungen dahinter: Die Abschnitte entsprechen typischen Fragen aus dem Erstgespräch: Was bedeuten diese Begriffe, was macht ihr, was kostet das, wie erreiche ich euch. Solche Gruppen leiten sich meist besser aus echten Gesprächen ab als aus der bestehenden Navigation.
Die Notiz hinter jedem Link nennt den Inhalt, nicht die Absicht. Bei einer Leistungsseite steht dort, was die Leistung konkret umfasst, nicht nur, wie sie heißt. Das ist prüfbar, und wenn sich der Inhalt ändert, fällt es beim nächsten Durchgang auf. Genau dafür steht das Datum am Ende des Identitätsblocks: Es sagt jedem Leser, wie alt die Angaben sind, und es zwingt zum Nachpflegen, sobald sich etwas ändert.
Die häufigsten Fehler
Jeder dieser Fehler macht die Datei wertlos, ohne dass es auffällt.
Die komplette Sitemap hineinkopieren. Dreihundert Links sind keine Auswahl, sondern der Verzicht auf eine. Damit gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Ihrer Kernseite und Ihrem Tag-Archiv.
Keine Notizen an den Links. Ohne den Satz hinter dem Doppelpunkt bleibt nur der Linktext, und den hätte jeder auch so gefunden. Die Notiz ist die eigentliche Leistung der Datei.
Kein Datum. Ohne Stand weiß niemand, ob die Angaben von letzter Woche oder von vorletztem Jahr sind. Eine Zeile, die Sie in fünf Sekunden schreiben.
Seiten aufführen, die 404 liefern oder auf Weiterleitungen zeigen. Beides passiert nach jedem Relaunch. Eine Datei mit toten Links beschreibt eine Website, die es so nicht mehr gibt.
Einmal bauen und nie wieder anfassen. Nach zwölf Monaten ohne Pflege ist die Datei eine Momentaufnahme mit falschem Datum, und das ist schlechter als gar keine Datei.
Sie als Ersatz für saubere Inhalte behandeln. Eine Datei, die auf dünne Seiten zeigt, macht die Seiten nicht besser. Vorher stehen die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung.
llms.txt und robots.txt — zwei verschiedene Dinge
Die beiden Dateien werden regelmäßig in einen Topf geworfen, obwohl sie nichts miteinander zu tun haben. Die robots.txt regelt Zugriff: Sie sagt Crawlern, welche Pfade sie abrufen dürfen und welche nicht. Die llms.txt regelt gar nichts. Sie beschreibt Inhalt und verweist auf Seiten, die ohnehin öffentlich sind.
Daraus folgt: Keine der beiden ersetzt die andere. Wenn Sie steuern wollen, welche KI-Crawler Ihre Website abrufen dürfen, gehören diese Regeln in die robots.txt, adressiert über die jeweiligen User-Agent-Namen der Anbieter. In die llms.txt gehören sie nicht, denn sie hat keinen Mechanismus dafür, und niemand ist verpflichtet, sie zu lesen. Wer eine Zugriffsentscheidung treffen will, trifft sie am dafür vorgesehenen Ort.
Pflege
Sie fassen die Datei in drei Fällen an: wenn eine neue Kernseite entsteht, wenn sich eine URL ändert, wenn sich Firmenangaben ändern. Ein Geschäftsführerwechsel oder ein Umzug betrifft den Identitätsblock, ein Relaunch betrifft praktisch jede Zeile.
Dazu ein fester Takt, zum Beispiel einmal je Quartal. In diesem Durchgang rufen Sie alle Links auf, prüfen die Statuscodes und lesen die Notizen gegen die tatsächlichen Seiteninhalte. Fünfzehn Minuten. Bei jeder Änderung, auch bei der kleinsten, ziehen Sie das Datum im Identitätsblock mit. Ein Stand, der nicht mitwandert, ist schlimmer als keiner, weil er Aktualität behauptet, die nicht da ist.
Häufige Fragen
Bringt mir das Rankings?
Nein. Es gibt keinen belegten Zusammenhang zwischen einer llms.txt und einer Position in Suchergebnissen oder einer Nennung in KI-Antworten. Googles eigene Aussage dazu haben wir oben wörtlich zitiert. Für die übrigen Anbieter haben wir am 06.09.2026 in den Betreiberdokumentationen keine Bestätigung gefunden, dass sie die Datei auswerten. Das heißt nicht, dass sie es nicht tun, es heißt nur, dass wir es nicht belegen können. Bauen Sie die Datei wegen der Auswahlarbeit und wegen Ihrer eigenen Werkzeuge, nicht wegen einer Wirkung, die Ihnen niemand zusagen kann.
Brauche ich eine llms-full.txt?
Auf llmstxt.org, abgerufen am 06.09.2026, wird eine solche Datei nicht erwähnt. Der Vorschlag beschreibt eine Datei mit einer Struktur. Die Variante, die eine vollständige Textfassung aller Seiten bündelt, ist in der Praxis entstanden und nicht Teil dessen, was der Urheber vorgeschlagen hat. Wir empfehlen sie deshalb nicht. Wenn Sie eigene Werkzeuge oder einen internen Assistenten mit Ihren Inhalten versorgen wollen, gibt es dafür geeignetere Wege als eine Datei, die mit jedem Beitrag weiterwächst.
Wie viele Links gehören hinein?
Unsere Faustregel sind zwölf bis dreißig. Unter zwölf fehlt meist etwas Wesentliches, über dreißig verwischt der Unterschied zwischen Kern und Beiwerk. Die Zahl ist keine Vorgabe der Spezifikation, dort steht keine. Sie ergibt sich aus dem Zweck: Die Datei soll auf einen Blick zeigen, worauf Ihr Unternehmen inhaltlich steht. Wenn Sie beim Kürzen ins Grübeln kommen, welche zwei von fünf Seiten zu einem Thema drinbleiben, ist das ein Hinweis darauf, dass die fünf Seiten zusammengelegt gehören.
Muss ich das jedes Mal ändern, wenn ich einen Blogbeitrag schreibe?
Nein. In die Datei gehört die Blog-Übersichtsseite, nicht jeder einzelne Beitrag. Sonst wächst die Liste mit jedem Text, und die Auswahl, die den Wert der Datei ausmacht, löst sich auf. Eine Ausnahme: Wenn ein Beitrag zu einer Referenz wird, auf die Sie im Vertrieb und in anderen Texten dauerhaft verweisen, nehmen Sie ihn beim nächsten Quartalsdurchgang mit auf. Das passiert vielleicht zwei- bis dreimal im Jahr, und dann ist es eine bewusste Entscheidung statt eines Automatismus.
Kann ich mehrere Dateien für mehrere Sprachen anlegen?
Der Vorschlag sieht die Datei unter /llms.txt vor, also einmal je Domain. Betreiben Sie je Sprache eine eigene Domain oder Subdomain, bekommt jede ihre eigene Datei in der jeweiligen Sprache. Arbeiten Sie mit Sprachverzeichnissen auf einer Domain, bleibt es bei einer Datei im Wurzelverzeichnis. Nehmen Sie dann die Sprache, in der Ihre Kernseiten geschrieben sind, und verweisen Sie innerhalb der Abschnitte auf die jeweils sprachrichtigen URLs. Ein zweites Set unter /de/llms.txt schadet nicht, ist aber nicht vorgesehen.
Wer sollte die Datei schreiben?
Nicht die Entwicklung. Die Auswahl der Seiten und die Notizen sind eine inhaltliche Entscheidung, und die trifft, wer die Positionierung verantwortet. Technisch ist die Aufgabe klein: eine Textdatei ins Wurzelverzeichnis legen und richtig ausliefern. Inhaltlich ist sie eine Stunde konzentrierte Arbeit an der Frage, was Ihr Unternehmen ausmacht. Wenn die Antwort auf Ihrer Website nicht sauber steht, ist das die eigentliche Erkenntnis. Wir gehen diesen Punkt in Erstgesprächen regelmäßig durch — melden Sie sich über Kontakt, wenn Sie Ihre Auswahl einmal gegenlesen lassen wollen.



